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Radtouren - Übersicht


1982 - Fulda -> Erlangen (D - D) - 400 KM  - 12 Tage

Erste Erfahrung mit "Bergen" (auch wenn wir zuhause eine "Bergstrasse" haben). Jugendherbergen und schräge "Herbergsväter" sowie das erste Mal alleine fort, das war aufregend. Die Rhön verlangt auch schon etwas Training !


1983 - Bodensee- Rundtour und Tagesausflüge (D - CH - A - D) - 400 KM  - 14 Tage

Einmal rum schafft man auch an einem Tag, aber was soll die Hektik ? Sehenswertes gibt es rund um den See, von den Inseln Mainau / Rheinau bis Stein am Rhein und Konstanz. Die Kontrolle bei der Wieder- Einreise nach BAYERN ist recht streng, also keinen Stroh-Rum schmuggeln.


1984  - Hitzacker (Wendland) -> Boulogne-sur-Mer (D - NL - B - F) - 1200 KM  - 21 Tage

Das erste Mal ins europäische Ausland. Die Küstenstrecke über den Abschlussdeich (Afsluitdiek) und dann durch die Dünen ist sehr schön, wenn der Wind aus der richtigen Richtung weht. Rund um Rotterdam dann sehr industrialisiert, ab Belgien aber wieder sehr sehenswert. Die belgischen See- Bäder sind interessant und die Radwege am Meer einfach super. Im französischen Teil trübt der Fahrstil der Franzosen die Stimmung, dafür entschädigt das Essen !


1986  - Emmen -> Trier (NL - B - Lux - D) - 1200 KM  - 21 Tage

Von Emmen durch die Hooge Veluwe, da darf man nicht dran vorbeifahren. Das Naturschutzgebiet mit den hervorragenden Radwegen bietet genug für 2-3 Tage, inclusive weltberühmtem Kröller-Möller-Museum. Aber auch sonst ist Holland für die ersten Touren zu empfehlen. Super Radweg- Ausschilderung und Streckenqualität, freundliche Autofahrer, die Vorfahrt gewähren (ja, das gibts !) und vieles mehr.
Wer gerne Erdnussbutter mag kommt auch essenstechnisch auf seine Kosten. Die holländischen Jugendherbergen sind meistens sehr gut. Näher an Luxembourg empfiehlt es sich, immer am Grenzfluss entlang zu fahren, im Frühnebel ist es dort sehr romantisch vernebelt und verhangen.


1987  - Ostsee Fehmarn, Lübeck (D - D) - 400 KM  - 4 Tage

Die holsteinische Schweiz bietet angenehme Strecken mit leichten bis mittleren Hügeln. Der Wind aus der verkehrten Richtung kann schon ganz schön anstrengen. Auf Fehmarn ganz besonders. Für einen Kurztrip aber unbedingt empfehlenswert.


1988  - Hannover -> Freiburg (D - CH - I - F - D) - 3000 KM  - 35 Tage

Die Tour der Touren !
Von Hannover an den Bodensee, durch die Schweiz über Disentis und den Lukmanier-Pass (Lucomagno, 1890 m) nach Italien. Dort bis zur Küste nach Saverne und Finale di Marina. Bis kurz vor Monte Carlo westlich an der Küste entlang, dann landeinwärts (west-nordwest) über Grasse durch den Canyon du Verdon. Weiter bis zur Rhone und im Rhonedelta nach Norden. Über Vesoul zurück bis nach Freiburg (Breisgau).

Der Lukmanier- Pass ist mit normaler Vorbereitung zu schaffen, bis Disentis hat man sich schon 1000 m hochgearbeitet. Die letzten 20 km bis zum Pass sind dann nur noch mal 800 Höhenmeter zu bewältigen. Entschädigung durch die Abfahrt, auf 42 km werden 1400 Höhenmeter abgespult ! Die Po- Ebene war / ist touristisch noch nicht so sehr erschlossen, dafür erschlägt es einen, wenn man die Ligurischen Alpen überquert hat und Richtung Küste fährt. Für eine kurze Pause fand ich es auch OK. Empfehlenswert ist die Jugendherberge in Finale di Marina, wir hatten zu acht ein rundes Turmzimmer mit Doppelstockbetten.
Wir haben Monte Carlo links liegen lassen und sind ins Landesinnere gefahren, das kann ich absolut weiterempfehlen. Die Parfumstadt Grasse und der Canyon du Verdon lohnen sich. Auch die Nordroute im Rhone-Delta ist OK, allerdings sollte man gutes Kartenmaterial haben, sonst fährt man dauernd auf einer Route Nationale und das macht keinen Spass, es sei denn man muss Kilometer schaffen.
Die Strecke rüber nach Freiburg durch das Elsaß ist dafür wieder der Ausgleich, interessante Landschaft, gutes Essen und Kultur (Kirchenbau von Corbusier in Ronchamps).

Tourtabelle 1988 -> siehe Menü


1990  - Jameln (Wendland) -> Nordsee und zurück (D - D) - 500 KM  - 5 Tage

Ebenso ein empfehlenswerter Kurztrip. Bis Stade und damit an den Elbestrand schafft man in 1-2 Tagen. Dann immer an der Küste entlang. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit für Gegenwind gerade in dieser Fahrtrichtung sehr gross. Wenn man im Herbst fährt, kann im "Alten Land" der Vitaminbedarf aufgefüllt werden. Auch sehenswert: Bützfleeth, tiefster Ort Deutschlands oder so, mit einer bemerkenswerten Aluminium- Industrie 8-)).


1992  - Schweden - Rundfahrt, von und nach Göteborg (S - S) - 1000 KM  - 14 Tage

Schweden ist hügeliger als man so meint und vor allem die Schotterstrecken sollte man mit einem geländetauglichen Rad angehen. Die Lebenshaltungskosten sind auch recht hoch, die Zeltplätze und Jugenherbergen weit auseinander. Aber es gibt ja das "Jedermannsrecht", dass das wilde Zelten im Wald erlaubt, solange man nicht in Sichtnähe einer festen Ansiedlung ist. Es empfiehlt sich aber, im Zweifelsfall mal beim Bauern zu fragen, wir haben da recht gute Erfahrungen gemacht. Die Jugendherbergen sind z.T. luxuriös, aber auch nicht so billig wie in Germanien. Landschaftlich ist es wirklich toll, für die langen Strecken ausreichend Verpflegung und Trinkwasser mitnehmen, sonst versackt man irgendwo im Wald ohne alles.

Diese Tour war übrigens der Auslöser für uns, ein Tandem zu kaufen...


1993  - Norddeutsche Tiefebene, von und nach Winsen / Luhe (D - D, Tandem) - 800 KM  - 10 Tage

Die erste grosse Tandemtour, noch mit voller Gepäckbeladung vorn und hinten und ohne Anhänger. Aufgrund der Beladung und unserer Unerfahrenheit mit dem neu gekauften Tandem wurde aus der Tour schnell eine Tor-Tour / Tortur. Knie, Schultern, alles im Eimer. Dadurch auch kürzer als geplant.


1994 - Norddeutsche Tiefebene, 2. Tour (D - D, Tandem + Leggero, geliehen) - 1000 KM  - 14 Tage

Der 2. Versuch, diesmal mit ausgeliehenem Anhänger (Dank an Anne und Hardy !), ein Traum ! Eigentlich wollten wir ja nach Frankreich, aber der schwierige Rad-Transport mit der Bahn hat uns davon abgehalten. Von Freunden zu Freunden sind wir nochmals geradelt und haben in den Gärten gezeltet. Mit dem richtigen Kartenmaterial ist Norddeutschland wirklich schön und abseits der grossen Routen auch sehr erholsam.


1995  - Mannheim -> Elsaß -> Freiburg (D - F - D, Tandem + Leggero) - 600 KM  - 7 Tage

Der Rheingraben und die Ausläufer des Pfälzer Waldes sowie der Vogesen und des Elsass sind fahrradtechnisch gut erschlossen. Jugenherbergen sind nicht so dicht gesät, daher waren wir mehr auf Hotels oder Pensionen angewiesen. Landschaftlich ist das Elsass sehr schön, aber auch, wer hätte das gedacht, sehr hügelig. Eine gute Schaltung erleichtert so manches. Kulinarische Freuden entschädigen dafür mittags und abends den geschafften Radler. Abgenommen haben wir auf dieser Tour nicht ! Die Weinberge im Umkreis von Freiburg sind im Sommer und Herbst sehr schön und die Fahrt über den Kaiserstuhl absolut empfehlenswert, vor allem wegen der Abfahrt !!!
Mit Tandem und Anhänger ist die Deutsche Bahn aber nur eingeschränkt zu empfehlen, vor allem wenn dann der angekündigte Gepäck-/ Fahrradwaggon nicht kommt.


1997  - Mannheim -> Mannheim, Flüssetour Neckar-Rhein-Mosel (D - CH - F, Tandem + Leggero) - 1200 KM -  14 Tage

Von Mannheim den Neckar flussaufwärts und dann über die Schwäbische Alb (Alp ?) an den Bodensee. Da es ständig bergauf geht, merkt man nur die ersten paar Tage ;-). Vom Bodensee dann weiter am Rhein entlang (stromabwärts) bis nach Basel. (Dort ein neues Hinterrad gekauft, Dank an Velo Osky für die Hilfe, trotzdem der Laden geschlossen war !) Nach dem Rhein- Fall (kein Reinfall) weiter gen Westen bis wir an die Mosel kamen. Daran 2 Tage dran lang gefahren und aufgrund der schlechten Verkehrsführung für Radler uns entschlossen, doch quer über die Vogesen zu fahren und nicht bis nach Trier, wie ursprünglich geplant.
Der Teil am Neckar und am Rhein ist sehr gut zu fahren, auch mit guten Radwegen und akzeptabler Beschilderung. Die Mosel-Strecke in Frankreich ist nur hartgesottenen Strassenfahrern zu empfehlen, da immer auf grossen Strassen mit ziemlich viel Verkehr.

Tourtabelle 1997 -> siehe Menü


1998  - Münster -> Mannheim,  (D - NL - B - Lux - D, Tandem + Leggero) - 1400 KM  - 18 Tage

Von Münster nach Westen bis in die Hooge Veluwe / nach Arnheim. Dann Südwest Richtung Antwerpen und an die belgische Nordseeküste. Gent und Brügge dabei jeweils einen Tag angeschaut. Ein Stück an der Küste entlanggefahren und dann in südöstliche Richtung quer durchs Land gefahren. Über die höchste Erhebung Belgiens (894 m) und ein Stück an der Saar und der Mosel entlang und durch die Eifel und den Pfälzer Wald bis nach Mannheim.
Nordrhein- Westfalen und vor allem die Niederlande sind hervorragend zu erradeln. Gent und Brügge sind absolut sehenswert und wir wären auch noch länger geblieben, wenn die Zeitplanung es erlaubt hätte.
Ein Tip für Biertrinker: die belgischen Dubbel- und Triple- Trappisten-Biere sind sehr lecker, wenn man
a.) die süßlichere (Weizen-ahnliche) Geschmacksvariante bevorzugt und
b.) kein strenger Verfechter des (dt.) Reinheitsgebotes ist.
Die belgische Nordseeküste ist schön zu erfahren, im Landesinneren ist es schon schwieriger, vor allem mit preiswerteren Unterkünften und Zeltplätzen. Die Bergetappen im Südosten sind nicht zu verachten und bieten auch schöne Abfahrten. An der Saar entlang und auch an der Mosel ist sehr erholsam, gutes Kartenmaterial hilft bei der Suche abseits der grösseren Strassen.

Tourtabelle 1998 -> siehe Menü


2000 - Oelde -> Oelde, Nördlichstes Ziel war Schwensby bei Sörup (D - D, Tandem + Leggero) - 1502 KM  - 18 Tage

Von Oelde nach Nordwesten und dann am Dortmund-Ems-Kanal entlang. In Greetsiel dann die Nordsee gesehen (sie war aber gerade nicht da) und gen Osten immer am Deich entlang. Den Jadebusen umfahren, Cuxhaven links liegen lassen und noch bis Wischhafen an der Elbmündung entlang. Von Glückstadt dann Richtung NNO nach Schwensby (Sörup / Satrup), dann rüber nach Husum und zurück nach Glückstadt. Durchs Alte Land (Kirschen, Kirschen, Kirschen ...) bis nach Tönnhausen mit einem kleinen Zwischenspiel auf der "Winsener Marschkultur" und dann gen SW über Neustadt und Visselhövede zurück nach Oelde.

Der Dortmund-Ems-Kanal ist nicht durchgehend Rad-tauglich, speziell bei dem nassen Wetter ist der Sand in allen Fahrradteilen nicht besonders förderlich. Danach waren wir auch das erste Mal mit dem Fahrrad in der Waschanlage !!!. An der Küste entlang liess es sich sehr schön fahren, von Autos wird man am Deich entlang nur selten belästigt. Auch die Schleife in den Nordosten von Schleswig-Holstein und zurück kann man weiterempfehlen. Das Alte Land hat dagegen durch extreme Autodichte genervt, dabei auch wenig Infrastruktur für Radler. Nur ein sehr nettes Café haben wir gefunden und natürlich in den Kirschen geschwelgt ! Harburger Berge und die Heide sind OK, hervorragende Rad-Ausschilderungen fanden wir im Verdener Land, unsere Karte für die grobe Richtung und nach der Beschilderung führte man uns durch schöne Waldstrecken, z.T. aber mit bösem Kopfsteinplaster (obwohl es schon eine Kreisstrassen-Klasse war). Auf dem Weg nach Neustadt haben wir dann immer wieder den Weser- Radweg gesucht, aber nicht wirklich gefunden, scheinbar ist dafür spezialisiertes Kartenmaterial notwendig. Ebenso von Neustadt bis an das Wiehengebirge, denn dort war der Verkehr auf den Nebenstrassen sehr dicht und anstrengend. Zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald konnten wir uns wieder entspannen und in der NRW- Tiefebene gemütlich die letzten Kilometer geniessen.

Tourtabelle 2000 -> siehe Menü


2001 - Oelde -> Papenburg, über Zandvoort(NL), Texel, Ameland, Oostmahorn (mit unseren Einzelrädern, da Tandem in Reparatur) - 1034 KM - 13 Tage

Von Oelde aus immer nach Westen, in diesem Fall immer schön gegen den Wind. Nach Möglichkeit haben wir versucht, die wirklich bewundernswert gute niederländische Fahrradausschilderung und die fantastischen Radwege zu nutzen. So ein Luxus ist in Germanien noch selten.
Südlich von Zandvoort dann endlich an das Nordsee-Wasser gestossen und bis Texel im Nord-Hollandse Dünenreservat entlanggefahren, seeehr empfehlenswert ! Auf der Dünentour hatten wir sogar fast Rückenwind, das schnurrte nur so. Dort auch die meisten LeidengenossInnen (Mit-Reiseradler) gesehen, ansonsten im Inland nicht sehr viele. Das Wetter war nämlich wie im Vorjahr auch schon recht wechselhaft, unser Zelt hat aber die diversen Regengüsse und "Jahrhundertgewitterregen" (Zitat des Campingplatzaufsehers in Holwerd) gut und inwendig trocken überstanden. Die Inseln Texel und Ameland waren interessant, Texel ganz nett, wenn auch teuer, Ameland irgendwie fürchterlich überlaufen (Stichwort "Jungtouristenaufzucht" !). Bei der Fahrt über den Afsluitdiek hat uns (natürlich ?!) der Westwind verlassen und mit Süd-Ost entgegengeblasen....na ja, dauert halt etwas länger. Mit Zwischenstop am Lauwersmeer (Dank an die Steins und Buschs !) haben wir dann beschlossen, Papenburg zum Endpunkt der Reise zu machen und sind mit dem Wochenendticket nach Warendorf gefahren. Von dort dann nach Hause geradelt, einige TeilnehmerInnen mit Zähneknirschen 8-))

Tourtabelle 2001 -> siehe Menü


2002 - Bourgogne und Franche-Comté (Burgund) - (Lörrach -> Weil am Rhein, über Montbeliard, Beaune, Tournus, Cluny, Autun, Fontenay und Besancon) (mit Tandem und Yak) - 1111 KM - 16 Tage

Von Oelde mit der Bahn nach Lörrach, ab dort dann Richtung Süd-Westen mit dem Tandem und neuem Anhänger (siehe Technik). Schon im Süd-Elsaß haben wir über die zum Teile sehr guten Fahrradauschilderungen gestaunt, auch in anderen Gegenden hat uns Frankreich sehr überrascht. Auch dort scheint man endlich den Fahrradtourismus ernstzunehmen und etwas dafür zu tun.

Sehr empfehlenswert ist auch der Versuch, an den verschiedenen Kanälen entlangzufahren, zum Teil sind die Treidelwege hervorragend für Radler bzw. alles nicht-motorisierte ausgebaut. Wir haben dieses am "Canal Rhone au Rhin" (ab Mulhouse bis Dannemarie, selbst ausprobiert von Illfurth bis Dannemarie) und am "Canal du Centre" (ab Chalon-sur-Saone bis Montceau-les-Mines, ob vollständig ausgebaut weiss ich nicht, wir sind nur bis kurz hinter Chagny gefahren) jeweils für einige Kilometer genossen und waren begeistert !

Ebenfalls gibt es von Cluny nach Norden bis Givry einen Radweg auf einer stillgelegten Bahnstrecke (etwa 40 km, wird noch ausgebaut), genannt "Voie Verte", die absolut lohnenswert ist.

Wetter: 2 Tage Dauerregen, glücklicherweise warm, danach viel Sonne, mal einen Tag bedeckt, zum Teil schon zu heiss zum Fahrradfahren (am letzten Tag 35 ° im Elsass und dann noch bergauf....)

Strecke: Wir haben uns bemüht, immer auf den kleinen (in den Michelin-Karten weiss eingezeichneten) Kreisstrassen zu fahren (Rue Departmentale)

und sonst: Nach dem wir uns in Montbeliard auf einer Ölspur das erste mal in unserem Tandem-Leben recht kernig hingelegt hatten, mussten wir erstmal die Wunden lecken und die nächsten Tage etwas ruhiger fahren. Der warme Regen der ersten Tage war OK, als dann die Sonne rauskam war es aber netter. Am Doubs entlang fuhren wir bis nach Dole, dann an der Saone entlang bis Beaune. Von Beaune über Tournus nach Cluny, immer den historischen Stätten nach..... Ab Cluny wieder nordwärts über Autun und Fontenay (berühmte Abtei), danach wieder nach Osten, Richtung Lörrach.
Pausentage haben wir in Autun und Besancon gemacht, hat sich auch gelohnt wegen der vielen historischen Monumente, die es dort zu besichtigen gibt und als Erholung nach langen Touren....

Die Landschaft ist toll zum Radeln, man sollte aber vor Hügeln nicht zu früh kapitulieren, zum Teil ist mehrere Kilometer klettern notwendig, damit man den Rücken des Höhenzuges erreicht. Dort lohnt sich aber meistens die Aussicht und mit etwas Glück geht es erstmal darauf entlang und nicht gleich wieder herunter...
Wenn möglich den kleinen und grösseren Flüssen folgen, die Kreisstrassen sind da oft parallel gebaut. Als Kartenmaterial hatten wir die Michelin-Karte Nr. 243, hervorragendes Kartenmaterial in 1:200.000

Übernachtung: Nur in Hotels, diese sind in Frankreich wesentlich weiter verbreitet, auch in kleineren Städten ist es selten ein Problem. Allerdings nichts für allzu penible Naturen, manche Zimmer waren nicht die saubersten, aber für eine Nacht gehts immer, die Betten waren jedenfalls in Ordnung. Diese Hotelzimmer waren auch wesentlich günstiger als in Deutschland, Frühstück mit eingerechnet. Die Gite Rural oder Chambres d´Hote sind nur in einigen Gegenden verbreitet, ist auch eine Preisfrage, zum Teil teurer als Hotel incl. Frühstück.

Verpflegung: Französische Küche ist schon eine Reise wert, wir haben in vielen Restaurants die günstigen Menüs ausprobiert und waren selten enttäuscht. Oft auch erfreut über die Qualität des "Hausweins" für einen günstigen Preis. Nach den Euro-Anpassungen der deutschen Gastronomie kamen uns Frankreichs Restaurants schon vergleichsweise günstig vor !

Tourtabelle 2002 mit Bildern -> siehe Menü


2003 - Oelde -> Harz -> Elberadweg -> Oelde (Santana & Yak) - 1027 km - 13 (11) Tage

Die erste Tour mit dem neuen-alten Santana !

Wetter: Zu Anfang meisst sonnig bis brütend heiss, hinter Göttingen hatten wir mal 40°C auf einer Anzeige gesehen. In der 2. Woche auch Regen und bedeckten Himmel, dabei aber immer noch akzeptable Temperaturen.

Wegstrecken: Von sahnemässigen Radwegen auf ehemaligen Bahnstrecken (Wiedenbrück->Paderborn & Harz - Innerste-Tal bis Langelsheim) über angenehme Deichwege und Kreisstrassen bis hin zum absoluten Sandweg mit tiefstem Mullersand (Eilvese->Mardorf, Steinhuder Meer) und schlussendlich bestes bis übelstes Kopfsteinpflaster war alles vertreten.
Die Strassen in den östlichen Bundesländern sind mittlerweile sehr gut ausgebaut, auf Radwege wurde aber meisst verzichtet. In den Ortsdurchfahrten, besonders der kleineren Strassen, oft noch das ursprüngliche Kopfsteinpflaster als preiswerte Verkehrsberuhigungsmassnahme.
Wer den Elberadweg ins Auge fasst, sollte sich auf wechselnde Wegqualitäten einstellen, schlechte Pflasterwege auf dem Deich, Panzerplattenwege oder Sand-/Schotterwege sind immer mal wieder dabei. Trotzdem hat uns der Radweg ganz gut gefallen. Ab und zu sorgten fehlende Schilder für etwas Verwirrung, nur einmal im "Storchendorf Rühstädt" hat uns ein fehlendes Schild tatsächlich eine 5 km Schotterpisten-Ehrenrunde rund ums Dorf beschert, grrrrr.

Übernachtung: Bei dem heissen Wetter wenn möglich auf dem Campingplatz, in Quedlinburg des Sightseeings wegen in einer Penion, am Ende der Tour Freunde und Verwandte belästigt und uns dort verwöhnen lassen.

Technik: Santana und Yak mit voller Beladung sind sehr angenehm zu fahren. Der vollbeladene Yak bringt ein wenig Seiten-Schwingung in das Gespann, das ist aber nur bei extrem schmalen Wegen etwas nervig. Das Santana ist sehr spurtreu durch entsprechenden Nachlauf und auch unsere aktuelle Bereifung, was bei längsgerillten Radwegpflasterungen zu schwammigem Fahrgefühl führte. Die schmale Bauweise des Yak war auch auf dieser Tour ein absoluter Vorteil, einige Absperrungen der Deichwege waren gerade mal "Rad-mit-Packtasche-breit". Der Leggero hätte da nicht durchgepasst !

Tourtabelle 2003, mit einigen Bildern -> siehe Menü


2004 - Toskana Rundtour (Lucca (IT) - Lucca) - 678 km - 10 Tage


Start und Ziel war Lucca, dort hatten wir zum Abschluss noch eine Woche Ferienwohnung zusammen mit Freunden gemietet.

Wetter:
Unsere 10 (12) Fahrradtage waren bestimmt vom blauen Himmel, sonnig und warm, zum Teil schon zu warm wenn am Berg im kleinsten Gang kein rechter Fahrtwind mehr aufkam. Das Bad im Mittelmeer hatte angenehme Temperatur, je nach Platz sogar erfrischend.

Wegstrecken:
Das grösste Problem war das Finden einer ansprechenden Karte ! Einige der 100.000er oder 175.000er Karten sahen aus wie verwaschene oder schlecht kopierte Handzeichnungen. Schliesslich haben wir noch eine akzeptable 200.000er Toskana-Karte vom Touring Club Italiano gefunden. Allerdings auch auf dieser Karte an vielen Stellen mangelnde Ausführlichkeit bzw. schlecht erkennbar, ob eine Strasse fürs Radeln geeignet ist. Mehrfach sind wir Strassen gefahren die es laut unserer Karte garnicht gab, auch nicht auf den Karten der einheimischen Autofahrer, die wir dann zwangsläufig fragten. Die auf der Karte in weiss eingetragenen Strassen sind zum Teil sogar geschottert, vor allem aber ohne Hinweis auf Steigungen etc., was uns bei der Fahrt von Saturnia nach Castel del Piano eine herbe Berg-Niederlage bescherte. Mehrfach wurde uns von Einheimischen von der Benutzung dieser Strassen abgeraten, wenn wir nach Parallwegen zu den Bundesstrassen suchten. Wir sind auch mehrfach auf 4-spurigen Bundesstrassen oder Ortsumgehungen gefahren, da es weder eine eingezeichnete, noch eine irgendwie ausgeschilderte Strecke zu unserem Wunschziel gab ! Es stand auch kein Verbotsschild für Radfahrer an der Auffahrt.

Die Fahrsitutation besserte sich schon erheblich als wir ins Landesinnere abdrehten, deutlich weniger Verkehr, besonders LKWs.

Landschaft:
Spektakuläre Blicke von den Bergflanken ins Tal, leider sind die Ortschaften immer auf dem Berg, was das Erfahren sehr anstrengend machte. Hat aber historische Gründe, wegen Malaria in den Tälern, wie uns gesagt wurde.

Übernachtung:
Soweit möglich gezeltet, gerade an der Küste sehr schön mit Bademöglichkeiten. Im Inland sind die Plätze dünner gesät (aber auch an der Küste weniger als gedacht, der Platz war wohl schon von den "Bagnos" besetzt, wo man für den Strandzutritt bezahlen darf). Die Pensionen die wir in den sehenswerten Orten anpeilten lagen zwischen 55 und 80€ pro Nacht, zum Teil mit Frühstück, was aber ja typisch italienisch nicht gerade üppig ist. Nur in Montalcino hatten wir eine noble Herberge mit gutem Frühstück. Allgemein hatten wir mehrfach sehr schöne alte Häuser mit hohen Decken aber nur gering lärmdämmenden Fenstern, was den Strassenlärm direkt bis ins Zimmer liess. Die sehr beliebten Vespas, allesamt Knatterkisten, rasten also auch bis in die Nacht durchs Zimmer.

Technik:
Das zerlegte Santana und alles Gepäck passte problemlos in unseren alten Golf, der dann aber am Berg schwer zu kämpfen hatte. Zusammenbau in Lucca ging problemlos. Die italienischen Autofahrer hattten ausreichend Respekt vor unserer Rückansicht und hielten sich dahinter bzw. überholten in 99% mit ausreichend Abstand. Erst als wir mal ohne Hänger fuhren erlebten wir es "typisch italienisch" mit 30 cm Abstand bei Tempodifferenz von 80km/h.

Tourtabelle 2004, mit Bildern -> siehe Menü


2006 - Oelde - Ruhrtal-Radweg - Oelde - 550 km - 6 Tage

Wetter
Durch den Termin Ende August - Anfang September waren wir schon auf schlechteres Wetter eingestellt, kam aber nicht so schlimm wie erwartet. Am ersten Tag ab 15km vor Brilon kalter Nieselregen mit Gegenwind, die nächsten 3 Tage aber freundlich bis sonnig mit mittlerer Temperatur. Am Sonntag von Xanten nach Osten dann wieder sporadischer Nieselregen (aber mit kräftigem Rückenwind von hinten gut erträglich), dabei so warm dass kurze Radelhose und Regenjacke ausreichten. Am letzten Tag wieder ein sonniger Abschluss, ebenfalls mit zünftigem Rückenwind.

Wegstrecken
Über die Wegführung bzw. Ausschilderung des Ruhrtal-Radweges hatte ich in einer Tandemliste einige bosartige Kommentare gelesen, dementsprechend hatten wir von bekannten so eine Klapp-Karte plus 200.000er. Beides war aber nicht wirklich notwendig, die Ausschilderung war wirklich zu 99% hervorragend ! In manchen Orten wurden sogar kleinste Strassenverschwenkungen beschildert. Nur selten mussten wir "nach Gefühl" weiterfahren bis wieder ein Schild auftauchte. Wir haben uns jedenfalls in der Zeit nicht komplett verfahren, nun ja, die Ruhr als Anhaltspunkt war ja meistens irgendwie zu sehen...
Die Wege selbst variierten von guten Feinschotterwegen bis zu den gewohnten üblen Radwegen mit Buckeln. Da der Weg auch um viele Freizeitgebiete der Region führt waren dort z.T. bestausgebaute Rad- und Wanderwege zu finden, die dann aber auch entsprechend voll waren.
Sobald der Weg durch die dichter besiedelten Gebiete führte, waren leider arg viele sehr beengte Verschwenkungen ein echtes Tandem-Hindernis. Bei unserer Station in Essen haben wir uns nachher gefragt ob das Schild mit dem Hinweis "Essen = Fahrradfreundliche Stadt" nur eine Einbildung von uns war, denn radtechnisch haben wir es als extrem grosstädtisch-schlecht empfunden.

Landschaft
Der Weg führt nun mal meist am Fluss entlang, entsprechend ist die Aussicht nicht sooo weit, solange man noch im Sauerland ist. Im Bereich der Ruhrebene ist das Flussbett dann schon sehr breit, entsprechend die Aussicht. An den schon genannten Naherholungsgebieten dann mit Seeblick. Alles in allem sehr angenehm. Aber auch die Fahrt durch einige der grossen Industriegebiete am Ende der Tour bzw. auf dem Weg nach Wesel war interessant zu sehen.

Technik
Aufgrund der Kürze der Tour sind wir nur mit 2 grossen Taschen hinten und Lenkertasche gefahren, also auch keine Probleme mit den manchmal unnötig engen Verschwenkungen.

Tourtabelle 2006, mit Bildern -> siehe Menü


2008 - Rhein-Radweg Düsseldorf bis Ubstadt - 643 km - 7 Tage

Wetter (Anfang Juni)
Super Wetter bis auf den letzten Tag, die Gewitterentladungen haben wir nur abends aus dem Hotelzimmer oder dem Restaurant erleben können. Zum Radeln gute Temperaturen, noch nicht zu heiss.

Wegstrecken
Wegführung des Rheinradweges auf der ganzen Länge eigentlich zufriedenstellend, ab und zu mal fehlende  Schilder oder unerklärliche Umwege nötig, aber sehr ordentlich. Strassenverhältnisse sehr gut, in einigen Abschnitten mal ältere Asphaltwege, sehr hubbelig, oder stark zugewachsene Wege... Brennesseln.

Landschaft
Schöne Flusslandschaft zumindest bis ca. Koblenz, ab dort ist das Rheintal sehr eng, daher alles sehr dicht beieinander, ab Bingen dann wieder weites Tal und entsprechend schöne Wegführungen möglich. Die Tour kann ich nur weiterempfehlen. 

Technik
Da wir nicht zelten wollten haben wir nur Taschen vorn und hinten, sowie Lenkertasche gepackt. Das Santana ist auch mit Fronttaschen sehr gutmütig zu fahren, hatte nur wenig Probleme mit der Schultermuskulatur.

Sonstiges
Im Bereich Düsseldorf/Köln/Bonn sollte man auf jeden Fall vorher nach Unterkünften schauen, denn Messegäste oder auch Konferenzen können dort zu unschönen Erlebnissen führen. Wir haben hinter Köln angefangen zu suchen, sind dann noch über 30 km lang jedes Hotel angefahren um eine Absage zu bekommen. Schlussendlich bei einer Verwandten in Bonn eine Notübernachtung bekommen (Nochmals Danke an Birgit und Karsten!!).
Ein holländisches Paar berichtete uns dass sie in Düsseldorf für 260 Euro ein Pensionszimmer bekommen haben, das ist der Messe-Wucherpreis ! 

Tourtabelle 2008 -> siehe Menü


2009 - von zuhause nachhause .... Jameln - Beckum - 338 km - 4 Tage

Wetter (Anfang Juli)
Temperaturen gut zum Radeln, um 20 Grad zu Anfang, später nur noch 15. Beständiger und z.T. kräftiger Gegenwind auf der ganzen Strecke Richtung Westen, das zehrte an den Kräften.

Wegstrecken
Gute Radler-Ausschilderungen haben wir im Raum Celle/Hannover gefunden, zusammen mit grosser Übersichtskarte für eine Tour gut zu nutzen. Weserradweg von Hameln bis Vlotho ganz nett, aber auch mit Schotterstrecken bzw. Waldwegen auf der südlichen Weserseite, nicht ideal für zu schmale Reifen.Wenig Alternativstrecken mit geringer Verkehrsbelastung auf dem Abschnitt Vlotho nach Herford, dort sehr viel LKW-Verkehr !
Bis Uelzen sind wir mit der Bahn gefahren, dann von Herford nachhause ebenso, weil wir für die letzte Strecke dann doch zu geizige für eine Übernachtung waren ...

Technik
Da wir nicht zelten wollten haben wir nur Taschen vorn und hinten, sowie Lenkertasche gepackt. Das Santana ist auch mit Fronttaschen sehr gutmütig zu fahren, hatte nur wenig Probleme mit der Schultermuskulatur.

Tourtabelle 2009

von
nach
km
Avg
Zeit
Max.
Total
Uelzen  Jameln
40
   6998
Jameln
Celle
109
20,15
5:24
41,3
7107
Celle
Springe
93
19,66
4:44
38,7
7200
Springe
Herford
96
19,73
4:51
50,9
7296

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Von hier aus auch vielen Dank an alle Freunde und Verwandten,
die uns bei unseren Touren Unterschlupf gewährten !!!

 

Tourenkilometer bis 07/2009: 19984
Statistik wird weiter geführt...

 

 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 7. Dezember 2009 )
 
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